NIERO@net e.K. – Corporate Blog

Ihr Weg zu strategischer SMB IT beginnt mit Managed Services

Nachlese zum letzten MPSHH-Workshop zu Windows Intune

Nun ja, ich hatte eigentlich vor hier in Kürze den Weg zu beschreiben, wie man Microsoft Office 2013 Pro Plus aus Microsoft Office 365 via Windows Intune verteilt (das war das Thema meines kleinen PowerPoint-Vortrags), aber es gibt dazu zwei detaillierte Artikel, sowie ein Whitepaper hierzu, in der Microsoft Office 365 Community:

Deploying Office 365 client applications with Windows Intune

Deploying Office 365 client applications with Windows Intune from a network share

Whitepaper: Smoother Management Of Office 365 Deployments with Windows Intune

All das bezieht sich auf die normale Windows-Installer-Version (Office 2013 Administrative Template files (ADMX/ADML) and Office Customization Tool) und nicht auf die Click-To-Run-Version, für deren Anpassung das “Office Deployment Tool for Click-to-Run” zur Verfügung steht.

Mein kleiner PowerPoint-Vortrag steht in Kürze den Kollegen, die am Workshop teilnahmen, exklusiv im Contentshare zur Verfügung.

Auf alle Fälle hat sich der Samstag und die “Anfahrt auf die Dörfer” wieder gelohnt. Mit gleichgesinnten ITPros zu lernen und zu testen macht Spaß und nützt unseren Klienten!

Ich gehe – für den SMB-Bereich – sogar soweit zu sagen, dass nur diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die an der Community teilnehmen und somit auch das Konzept einer “ITPro-Community” mittragen, diejenigen sind, die sich wirklich durch herausragende Kenntnisse am Markt differenzieren und somit den Klientinnen und Klienten den Mehrwert bieten, den sie sich wünschen und benötigen!

Wir haben vormittags auch einen sehr interessanten Exkurs zum Thema Qualitätssicherung bei der Diensterbringung gemacht. Es war sehr gut zu sehen, dass wir uns in dem Anspruch “Entweder machen wir es richtig oder gar nicht!” völlig einig waren, ebenso wie in der Tatsache, dass entsprechende Zertifizierungs-Audits, wie DIN EN ISO 9001:2008 oder die Pendants der MSPAlliance ein sehr wichtiges Alleinstellungsmerkmal, gerade, im SMB-IT-Consulting sind.

Aus diesem Grund raten wir allen Interessentinnen und Interessenten stets, dass sie einen Microsoft Small Business Specialist, oder jemanden mit äquivalenter Qualifikation, mit den entsprechenden technischen Zertifizierungen engagieren!

Schön zu sehen, dass wir uns auch einig waren, dass strukturiertes Arbeiten und eine genaue Dokumentation mit Hilfe von Checklisten ebenso für uns und die Klienten Zeit und Kosten sparen können, wie der Einsatz von RMM-Tools und proaktiven Monitoring gegenüber Break-/Fix-Unterstützung.

Wir sind uns auch einig in der Notwendigkeit von Zertifizierungen, Kompetenzen und technischen Lernens für das Wohl unserer Klienten, sowie in der Tatsache, dass Managed Services im weitesten Sinne nur dann von Wert sind, wenn sie sowohl vom Dienstanbieter, als auch vom Klienten als “Kultur” gelebt werden, was sich dann in regelmäßigen Business Review Meetings wiederspiegelt, in denen u.A. auch durch Monitoring festgestellte Trends besprochen werden.

Insgesamt sind wir wohl Alle Verfechter des Prinzips “Strategische (dynamische) IT” und das ist auch gut so.

Uns allen ist klar, das dieser Weg des hochwertigen Arbeitens für unsere Klientinnen und Klienten sein Geld kostet, der Klient aber einen langfristigen Mehrwert durch Kostenersparnis in seinem IT-Budget bekommt.

Ich komme deshalb auf dieses “Nebenthema” des Workshops zurück, weil ich eine IDC-Studie gelesen hatte, die genau dies beweist. Ich will kurz drei Dinge daraus zitieren:

  • Geld zu sparen kostet Geld — Während diese Studie einen klaren Nutzen und eine messbare Investitionsrendite zeigt, ist für viele Unternehmen der Investitionsaufwand viel leichter zu identifizieren und zu messen als die Senkung der Betriebskosten.
  • Zu Recht tritt Microsoft für die Standardisierung ein, da damit ein einheitlicheres Konzept für das System- und Anwendungsmanagement sowie Einstellungs- und Konfigurations-Management möglich wird. Dadurch können die Supportmitarbeiter ihre Erfahrungen auf ein einzelnes Produkt konzentrieren.
  • Die Kosten können mit älteren PCs und Betriebssystemen in die Höhe schnellen. In dieser Studie wurde festgestellt, dass die kombinierten IT-Arbeitskosten und Benutzerproduktivitätskosten pro PC vom zweiten bis zum fünften Jahr um 73% steigen.

Zurück zum Thema der Überschrift!

Die zwei Artikel von Microsoft sind detailliert genug, weshalb ich mich hier auf ein paar Dinge konzentriere, die wir zusammen gelernt haben.

1. Wir haben zur Anpassung unserer Installation das OCT (auf deutsch: OAT) verwendet.

Sprich, nach dem Schritt “MicrosoftOffice.exe /extract:<path>” wird der im OCT-Download vorhandene Ordner “admin” in die extrahierte Office-Installation eingefügt.

Von dort aus kann man und mit dem Befehl “setup.exe /admin” das OCT starten.

In dem geöffneten Fenster entscheidet man sich zwischen einem bestehenden MSP-File und der Anlage eines Neuen und stellt hiernach seine Einstellungen zusammen.

oct2

 oct3

Bei den Sicherheitsrichtlinien hier, weist Microsoft mit Recht darauf hin, dass OCT-Anpassungen nicht Gruppenrichtlinien ersetzen, sondern diese wie Preferences arbeiten. Sprich: Der Benutzer kann nach dem ersten Start alles ändern.

Zum Ende speichert man seine Anpassungen als msp-File uns packt dieses in den Ordner “Updates” der extrahierten Installation.

That´s it. Das Ganze ist selbsterklärend.

2. Es wird empfohlen dem Namen dieser Anpassungsdatei die Ziffer 1 voranzustellen, da nur die alphabetisch erste MSP-Datei angewandt wird.

3. Diese zwei Installerparameter, sind die einzigen Zwei, die für Office 2013 noch gültig sind:

oct5

4. Die folgenden Einstellungen, sind die von Microsoft empfohlenen Einstellungen, um die First-Run-Experience inkl. der Abfrage nach den Update-Präferenzen zu deaktivieren:

oct6

oct7

oct8

Vereinzelt wurde davon berichtet, dass hiernach die Integration in MU, oder WSUS fehlerhaft war, sprich, die Produkte wurden nicht richtig erkannt.

Wir haben das nicht getestet und geben das deshalb so wieder, wie gelesen.

5. Es ist notwendig Windows Intune einige Parameter mitzugeben, damit Intune feststellen kann, ob das Deployment erfolgreich war.

Die o.g. Artikel liefern diese Werte mittlerweile; ich habe – um das Selbe zu erreichen – die angepasste Installation auf einer Referenz-Maschine unter Client-Hyper-V ausgeführt und hiermit Intune diese Parameter übergeben.

6. Der Intune-Client wird automatisch entfernt, sobald man das Computer-Objekt in Windows Intune aus dem Inventar entfernt.

7. Computer und Benutzer können nur durch das Bearbeiten der Eigenschaften der jeweiligen Gruppe (direkte Mitgliedschaft) in Windows Intune manuell hinzugefügt oder entfernt werden.

8. Remote Assistance über Windows Intune ist unter Windows 8 nicht verfügbar.

Das ist alles! Wer mehr möchte, sollte sich an unserer Community beteiligen :=)

Es war ein toller, lehrreicher Tag und wir alle – glaube ich – freuen uns auf weitere Workshops.

Ich persönlich kümmere mich nun wieder den Vorbereitungen für das Office-365-Examen mit meinem Test-Lab.

By the way, für Managed Servie Provider ist sicherlich das folgende Whitepaper interessant, was ich zufällig gefunden habe: Using Windows Intune™ with Autotask – A Guide for Managed Services Providers

20. März 2013 - Posted by | Microsoft Cloud, Small Business Consulting (Arbeitsethik) | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Sorry, the comment form is closed at this time.