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Ihr Weg zu strategischer SMB IT beginnt mit Managed Services

Sind kleinere IT-Unternehmen im Nachteil?

Ich hatte gestern Abend ein interessantes Gespräch mit einem Freund, der Entwickler für ein in Hamburg beheimatetes, mittelständisches Open-Source-Softwareunternehmen ist.

Die Firma ist auf der Suche nach größerer Ausfallsicherheit für die Applikationsserver und wir haben verschiedene Möglichkeiten aus der Microsoft-Welt durchgespielt, von den Möglichkeiten mit Windows Server 2012 bis hin zu Windows Azure.

Ein wichtiger Aspekt hierbei war natürlich die fortgesetzte Unterstützung durch den Dienstleister, der am Ende die ausgewählte Lösung umsetzt, insbesondere im Desaster-Fall.

Dabei kam zur Sprache, das seiner Meinung nach größere Systemhäuser gegenüber selbständigen Beratern oder auch 5-Personen-Unternehmen, vorzuziehen seien, weil diese mehr Mannpower hätten, um schneller zu reagieren.

Aus meiner Sicht ist das ein Fall für die typische “Ja, aber” Antwort.

Warum?

Ja, stimmt, denn wir können uns nicht teilen und müssen sehen, dass die vorhandene Zeit und Manpower gerecht für alle Aufgaben eingesetzt ist.

Aber….

Managed Service sind hier die Antwort, denn im Gegensatz zum Break-/Fix müssen wir nicht auf Ausfälle reagieren.

Wir haben die komplette Verantwortung für die IT, ob nun durch uns gehoistet, in der Public Cloud gehostet oder on-premise. Wir überwachen als MSP die Infrastruktur 7x24x365 Tage und können frühzeitig auf Anomalien antworten.

Gleichzeitig können kleine und mittelständische Unternehmen durch die Inanspruchnahme von Managed Services oder Cloud Services einen äquivalenten Grad an Automatisierung erreichen, der normalerweise sonst nur großen Konzernen vorbehalten ist, die System Center oder ähnliche Lösungen einsetzen können und somit ähnlich agieren, wie das Support Team für Microsoft Office 365.

IT-Anwender müssen hierzu nur ihr weit verbreitetes Break-/Fix-denken überwinden und akzeptieren, das sie die Verantwortung für ihre Infrastrukturen weitestgehend vertrauensvoll in die Hände des Service Providers ihres Vertrauens abgeben und bestimmte Regeln und Best Practices einhalten müssen, um es dem MSP zu erlauben als Teil der Infrastruktur mit dem minimal möglichen Risiko und Aufwand das reibungslose Funktionieren der IT zu gewährleisten.

Das funktioniert, wenn auf Klientenseite gezielt in die Infrastruktur investiert und auf der Seite des MSP ein funktionierendes RMM- und PSA-Tool eingesetzt wird.

Wenn man die Beziehung zwischen IT-Anbieter und Klient zu einer Geschäftsbeziehung macht und gemeinsam darauf bedacht ist, den ökonomischen Interessenausgleich zwischen dem MSP und dem Klienten zu erreichen, dann ist die Größe des betreuenden Unternehmens nebensächlich.

Es ist dabei auch gleich, ob es sich um Cloud-Services oder Managed Services handelt. Cloud Services sind nur eine andere Art Managed Services zu erbringen, wie Charles Weaver in seinem Artikel beweist.

Es ist immer eine geteilte Verantwortung!

Aus diesem Grund sagen wir auch, wir sind die “virtuelle IT-Abteilung” und agieren als CTO des Unternehmens.

Leider gibt es aber an dem hier Gesagten in Deutschland eine Einschränkung:

Zumindest ich habe hier noch keinen Anbieter gefunden, der es uns hier im Unternehmen erlaubt NOC-Services einzukaufen und unseren Klienten als Benefit anzubieten.

NOC-Services entlasten gerade kleinere MSPs, wie uns hier, ungemein.

Der einzige Ausgleich, den ich sehr schätze, ist der engere “10-Mann-Kreis” vom Partner Stammtisch Hamburg und die Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Hamburger Partnern, abseits des vorherrschenden Konkurrenz-Denkens, das ich für grundsätzlich überholt halte.

Wir sind alle Experten und Spezialisten und müssen unsere Stärke als Community nutzen, um Lösungen für Klienten bieten zu können, weil niemand alles kann und weiß.

Lange Rede, kurzer Sinn: Meines Erachtens sind kleine Anbieter dann nicht im Nachteil gegenüber größeren Systemhäusern, wenn sie Managed Services oder Cloud Services anbieten und die IT-Entscheider das angewöhnte Break-/Fix-Denken zugunsten des ökonomischen und technologischen Mehrwerts von Managed Services aufgeben.

“The “traditional” IT business of 100% on-premises and babysitting servers is dead” (Tom Poole), Managed Services sind die Zukunft und die einzige Weise, in der IT-Dienstleistungen verkauft und geliefert werden sollten!

Klienten müssen bereit sein, uns als Ihre “virtuelle” IT-Abteilung zu sehen, als Ihren “virtuellen” Chief Technology Officer (CTO).

Das Teilen der IT-Risiken zwischen dem MSP und seinen Klienten macht die Beziehung zwischen MSP und Klient zu einer Geschäftsbeziehung und differenziert sie von herkömmlichen Dienstleistungs- oder Verkaufsbeziehungen.

15. November 2012 - Posted by | NIERO@net e.K. Managed Services, Small Business Consulting (Arbeitsethik) | , , ,

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