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PowerShell mit Exchange Online in Microsoft Office 365–“send as”

Um überhaupt mit Microsoft Office 365 über die PowerShell kommunizieren zu können, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

1. der Microsoft Online Services Sign-In Assistant (zu beziehen über die Administrator-Konsole unter Downloads oder hier.)

2 das Microsoft Online Services Module for Windows PowerShell (zu beziehen von hier.)

Des Weiteren braucht man grundsätzlich das Windows Management Framework mit PowerShell v2 und WinRM 2.0. Das nur nebenbei, davon ausgehend, dass wir auf Windows 7 arbeiten.

Die script execution policy in der PowerShell muss auf “RemoteSigned” stehen.

Jetzt kann man mit Import-Module MsOnline und Connect-MsolService (Anmeldung mit der Benutzer-ID für Office 365) loslegen. Für einfache Befehlsfolgen empfiehlt sich der Windows PowerShell Command Builder for SharePoint 2010 Products and Office 365.

Nun zum Thema:

Wir haben in Microsoft Office 365 eine Verteilerliste angelegt und wollen im Namen dieser verteilerliste E-Mails versenden.

Das ist etwas, was nur via PowerShell lösbar ist.

1. Wir öffnen die PowerShell mit administrativen Berechtigungen.

2. Mit der Befehlszeile $LiveCred = Get-Credential wird eine Variable “LiveCred” eingeführt, welche den Wert aus dem Befehl “Get-Creddential” erhält. Es öffnet sich ein Fenster zur Eingabe von Benutzerdaten (Anmeldung mit der Benutzer-ID für Office 365).

ps_login

3. Mit der Befehlszeile $Session = New-PSSession -ConfigurationName Microsoft.Exchange -ConnectionUri https://ps.outlook.com/powershell/ -Credential $LiveCred -Authentication Basic –AllowRedirection wird nun eine Variable “Session” eingeführt, mit der wir eine implizite RemoteSession zu Exchange Online mit der vorgefertigten SessionConfiguration “Microsoft.Exchange” zuweisen, die von der URI “https://ps.outlook.com/powershell/”  mit den Anmeldedaten aus $LiveCred holt. “AllowRedirection” erlaubt es der PowerShell eine Weiterleitung auf eine andere URI zu aktzeptiieren, falls dies angefordert wird.

ps_session Zuweisung

4. Jetzt wird mit dem Befehl Import-PSSession $Session unsere “$Session” in die lokale importiert (Die österreichische Kollegin Martina Grom setzt hier noch den Parameter –AllowClobber).

import_session

Nun geht´s an´s Eingemachte. Wir wollen einem Mitglied der Verteilergruppe “Test” das Recht “send as” geben.

5. Mit Add-RecipientPermission <identity> -AccessRights SendAs -Trustee <user> können wir für die “Identity” (hier: “Test”) dem “Trustee (benutzer@meinedomäne.de) das Recht “Send as” erteilen. Wir werden nach einer Bestätigung gefragt, die wir mit “Ja” beantworten.

send as

6. Mit Get-RecipientPermission [user] können wir das Ergebnis überprüfen.

sendas_confirm

Fertig!

7. Mit Remove-PSSession $Session melden wir uns sauber ab.

Das hier war nicht arg schwierig. Was demnächst kommt ist schon etwas komplizierter, nämlich das Zuweisen von Aufbewahrungs- und Archivierungsrichtlinien zu Postfächern. Unter bestimmten Umständen geht dies nämlich nicht über die GUI.

Einer unserer Trainer hat übrigens für das Grundwissen über PowerShell eine gute Eselsbrücke gebildet: Wenn wir etwas wissen wollen, dann “get”, wenn wir etwas ändern wollen, dann “add”. Mit “get-help” bekommt man sehr schöne Hilfe innerhalb der PowerShell.


Implizite Remotesession = cmdlets von einem Remote Computer zur Verfügung gestellt,  können ohne Installation auf dem lokalen Computer in der lokalen Session genutzt werden. Die cmdlets werden auf dem Remote Computer ausgeführt.

Sessionconfiguration = eine konfigurierbare “Sicherheitsbarriere” , mit der festgelegt werden kann, wer auf einem Computer welche Module ausführen darf

AllowClobber = Dieser Parameter zwingt die PowerShell die cmdlets in die lokale Session zu importieren, auch wenn diese bereits mit selben Namen vorhanden sind.


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1. März 2012 - Posted by | Microsoft Cloud | , , , , , ,

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