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Microsoft Quality Board für Partner & Partner Strategietagung in Hamburg

Gestern war im Rahmen der Partner Strategietagung in Hamburg auch das erste Treffen des regionalen Microsoft Quality Board für Partner.

Es ist mir eine Ehre dem Microsoft Quality Board für Partner anzugehören und ich hoffe, dass wir in direkter Kommunikation mit Microsoft etwas für die engagierten, kleineren Partner tun können.

Ich kann und will nicht ins Detail gehen, weil der Vorteil des Beirats auch in seiner privaten Atmosphäre liegt, aber es war eine begrüßenswert, offene Diskussion über aktuelle Themen, die für uns und unsere Kunden wichtig sind. Unsere einhellige Meinung war, dass diese Treffen – in welcher Form auch immer – regelmäßig stattfinden sollen und wir es begrüßen, wenn Microsoft verstärkt versucht in eine Kommunikation in Augenhöhe einzutreten.

In der nachfolgenden Strategietagung ging es vor Allem um die Sicherheit in der Microsoft Cloud.

Abgesehen davon, dass Cloud Computing ein immer wichtiger werdendes Thema wird und Microsoft Office 365 ein rundes Produkt ist, habe ich den Eindruck der Deutsche steht sich oft selber im Weg.

Wir wollen den technischen Fortschritt, aber wir wollen uns nicht verändern. Das beißt sich.

Microsoft hat – bestätigt auch durch den bayerischen Datenschutz – alles für die Einhaltung deutscher Vorschriften getan, gerade auch durch die Einbindung der “EU Model Clauses”. Trotz dessen kann kein Cloud Anbieter dem Individuum seine Verantwortung für seine eigenen Daten nehmen.

Wir müssen uns von der Vorstellung abkehren, mit der Nutzung von Cloud Diensten unsere eigenen Verantwortung abzugeben. Jeder, insbesondere aus Berufsgruppen mit schärferen gesetzlichen Vertraulichkeits- und  Datenschutzbestimmungen, muss selber genau prüfen, ob und wie Cloud Services genutzt werden können und wie auf seiner Seite dem Datenschutz genüge getan werden kann. Das Ganze ist eine geteilte Verantwortung.

Natürlich ist Microsoft an regionale Gesetze gebunden und wenn dort – wie in den USA – eine Herausgabe von Daten an Ermittlungsbehörden möglich ist, kann das niemand verhindern. Das gilt aber auch für Daten on-premise. Mein Server kann auch abgeholt und inspiziert werden.

Wenn jemand an meine Daten will und das nötige Kow-How hat (Industriespionage, etc.), kommt er an die Daten, egal ob in der Cloud oder on-premise. Ich kann und muss es “bösen Menschen” nur so schwer, wie möglich machen. 100% Sicherheit wird es nie geben.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass wir die “Cloud” im weitesten Sinne schon seit Jahren nutzen. Wir teilen Fotos in Facebook, geben unserer Meinung in Twitter preis und nutzen Webmail-Services, wie Hotmail, gmail oder web.de. Viele haben Smartphones, die auch vermehrt Cloud-Services via Apps nutzen. Da schreit niemand. Ebenso, wie bei der Nutzung von Dropbox oder Alice Smartdisk. Denkt jemand darüber nach, wo seine Mails liegen, wenn der sie beim Provider via POP3 abholt? nicht wirklich.

Was ich in der ganzen Diskussion über Cloud Servicess und Social Media in Deutschland vermisse, ist der mündige Bürger. derjenige der offen für Neues ist, interessiert und engagiert.

Der Gesetzgeber soll den Rahmen liefern; ein “1984” oder den gläsernen Menschen will niemand. Das liegt aber auch an uns selber.

Wenn wir uns, bevor wir einen Dienst nutzen, fragen, wie dort mit Daten umgegangen wird und uns mit den Möglichkeiten auseinander setzen, die wir dort haben, unsere Privatsphäre zu schützen, können wir die Cloud für unsere Zwecke einsetzen.

Microsoft Office 365 bietet einem kleinen Unternehmen, wie dem meinen, eine unheimliche Chance Technologien zu nutzen, für die ich on-premise gar nicht die Infrastruktur hätte.

Das mag ich mir nicht entgehen lassen.

Auf diesem Gebiet herrscht viel Unwissen und Halbwissen. Es liegt an uns, an den Expertinnen und Experten unsere Kunden auf diesem Wege professionell zu begleiten. Dafür ist mehr nötig, als verkaufen. Wir müssen lernen mit den Technologien umzugehen und müssen uns auch detailliert mit rechtlichen Aspekten auseinander setzen.

Eines allerdings bleibt: Wenn die großen Infrastruktur-Provider nicht massiv in Breitband-Internet auch in ländlichen Räumen investieren, brauchen wir mit Cloud-Services nicht anfangen. Vielleicht kann Microsoft aber seine Marktposition dafür nutzen, in Politik und Wirtschaft für solche Investitionen Lobbyarbeit zu leisten. Im Übrigen wünsche ich mir natürlich auch, dass Microsoft klarstellt, dass trotz Microsoft Office 365 das Partner-Ökosystem für Microsoft wichtig ist. Hiermit schließt sich der Kreis zum Microsoft Quality Board für Partner.


Besuchen Sie auch gerne den CloudStore von NIERO@net e.K. und informieren Sie über die SaaS-Lösungen von Microsoft:

1. Februar 2012 - Geschrieben von | Cloud Computing (Microsoft Online Services), Microsoft (allgemein) | , , , , , , , , , , ,

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